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- Wenn Schlaf keine Erholung mehr ist
Warum Trauer und Belastung uns um den Schlaf bringen und was wirklich helfen kann Nach Verlusten oder in anderen schweren Lebenspasen war Schlaf für mich oft das Schwierigste. Ich war müde, erschöpft, wollte einfach nur abschalten und alles im Schlaf vergessen, doch genau das ging nicht. Sobald ich im Bett lag, waren da Unruhe, Gedanken, Erinnerungen, Grübeln. Und wenn ich dann doch endlich eingeschlafen war, bin ich oft mitten in der Nacht wieder aufgewacht. Hellwach und mit einem Druckgefühl in der Brust oder kreisenden Gedanken. So geht es leider vielen Menschen, die trauern oder in einer Zeit großer seelischer Belastung stecken. Denn Trauer, Stress oder Angst verändern nicht nur die Stimmung, sie beeinflussen direkt das Nervensystem. Warum der Körper nicht loslassen kann In Krisen oder nach einem Verlust befindet sich unser Körper in ständiger Alarmbereitschaft. Das Nervensystem schaltet auf den Überlebensmodus: Der Sympathikus, also der aktivierende Teil unseres Nervensystems, bleibt ständig "an". Das bedeutet: Der Körper scannt permanent die Umgebung auf mögliche Gefahren, Gedanken kreisen, die Muskeln sind angespannt und das Herz schlägt schneller. Für erholsamen Schlaf braucht es genau das Gegenteil: den Parasympathikus, also den beruhigenden Teil des Nervensystems, der Entspannung und Regeneration überhaupt erst ermöglicht. Doch dieser Modus lässt sich nicht einfach "anschalten". Besonders nicht, wenn die Seele noch im Ausnahmezustand ist. Das erklärt auch, warum so viele trauernde und stark belastete Menschen sagen: "Ich bin müde, aber ich kann einfach nicht schlafen." Typische Anzeichen von Schlafproblemen in solchen Phasen Einschlafprobleme, weil die Gedanken nicht stillstehen wollen Grübeln oder plötzliches Aufwachen mitten in der Nacht Frühes Erwachen, oft mit dem Gefühl schon am Morgen erschöpft zu sein Körperliche Unruhe: Herzklopfen, Muskelverspannungen, Schwitzen Intensive Träume oder Albträume Diese Reaktionen sind keine Schwäche. Sie sind ein Ausdruck dafür, dass dein Körper versucht, dich zu schützen. Auch wenn das im Alltag sehr anstrengend ist. Was wirklich helfen kann Eine ruhige und sichere Atmosphäre schaffen Gestalte dein Schlafzimmer so, dass es Geborgenheit vermittelt: gedämpftes Licht, angenehme Temperatur, kein Handy direkt neben dem Bett. Die Umgebung sollte deinem Nervensystem signalisieren: Hier ist es sicher, du darfst loslassen. Feste Schlafenszeiten Jedern Tag zur gleichen Zeit ins Bett gehen und aufstehen - auch am Wochenende. Regelmäßigkeit hilft deinem Körper dabei, wieder Vertrauen in den eigenen Rhythmus zu entwickeln. Kleine Rituale am Abend Eine Tasse Kräutertee, ein paar bewusste Atemzüge, eine Kerze oder sanfte Musik. Solche Rituale wirken wie ein Anker. Sie signalisieren: Jetzt darf Ruhe einkehren. Wenn du wachliegst Bleib nicht liegen und kämpfe auch nicht gegen die Gedanken an. Steh kurz auf, lies ein paar Seiten in einem Buch oder schau für einen Moment in die Dunkelheit nach draußen, bis du wieder müde wirst. So verknüpfst du dein Bett wieder mit Ruhe und nicht mit Grübeln. Sanfte Bewegungen am Tag Spaziergänge, sanftes Yoga oder Dehnübungen können dabei helfen, Anspannungen abzubauen und den Körper abends zur Ruhe zu bringen. Mitgefühl mit dir selbst Schlafprobleme in Phasen von Trauer oder Stress sind kein Versagen, sie sind Teil des Heilungsprozesses, auch wenn es sich gerade nicht so anfühlt. Je mehr du dich verurteilst oder dir Druck machst ( "Ich muss jetzt schlafen!" ), desto stärker hält dein Nervensystem an der Anspannung fest. Schlaf als Spiegel der Seele Schlaf ist mehr als nur körperliche Erholung. Er ist ein Spiegel dessen, wie sicher wir uns fühlen - in uns selbst und in der Welt. Wenn wir trauern, verlieren wir oft dieses Gefühl der Sicherheit. Deshalb beginnt der Weg zurück zu erholsamem Schlaf nicht mit einem perfekten Abendritual, sondern mit innerer Stabilisierung: dem Gefühl, dass du wieder atmen, fühlen und dich sicher im eigenen Körper spüren darfst. Wenn du schon länger nicht mehr erholsam schläfst Wenn du merkst, dass du über Wochen und Monate kaum noch durchschläfst, ständig müde bist oder dich am Tag kaum konzentrieren kannst, ist es Zeit genauer hinzusehen. Mit meiner Begleitung erforschen wir gemeinsam, was dein Nervensystem gerade braucht, um sich wieder zu regulieren und was dir konkret dabei helfen kann, wieder Vertrauen in deinen Körper und in den Schlaf zu finden. Schritt für Schritt darf wieder Ruhe einkehren.
- Trauer und Musik - wenn Lieder unsere Gefühle tragen
Musik ist weit mehr als nur eine Melodie und ein bisschen Text im Hintergrund. Sie hat die Kraft, unsere Stimmung zu verstärken, uns in eine bestimmte Gefühlswelt zu versetzen oder Erinnerungen wachzurufen, die tief in uns vergraben sind. Gerade in Zeiten der Trauer kann Musik ein unsichtbarer Begleiter sein: tröstend, erinnernd und manchmal auch stärkend. Warum Musik in der Trauer so wichtig ist In Momenten, in denen Worte fehlen, kann Musik sprechen. Ein Lied kann genau das ausdrücken, was wir selbst nicht Worte fassen können. Es erlaubt uns, Gefühle zuzulassen, die wir vielleicht im Alltag lieber unterdrücken: Schmerz darf sein und bekommt Raum Erinnerungen werden lebendig und verbinden uns mit dem Menschen, den wir verloren haben Trost und Zuversicht zeigen sich, wenn eine Melodie Hoffnung schenkt oder uns für einen Augenblick Leichtigkeit fühlen lässt Viele Trauernde berichten, dass Musik für sie wie eine Brücke ist. Eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Schmerz und Heilung. Ein persönliches Ritual Mit der Zeit habe auch ich mir eine eigene Trauer-Playlist zusammengestellt. Diese Songs höre ich, wenn ich mir bewusst Raum für meine Trauer nehme. Es ist für mich ein kleines Ritual geworden, besonders an Daten, die schwer sind - wie Jahrestage oder Geburtstage. Wenn ich diese Lieder höre, darf alles da sein: Schmerz, Erinnerung, aber auch Trost und Zuversicht. Musik schenkt mir damit einen Raum, der in diesem Moment nur mir gehört, in dem ich alles fühlen darf, ohne etwas erklären zu müssen. Ein Tipp für dich Vielleicht magst du dir selbst eine Playlist zusammenstellen, mit Songs, die dich berühren, Erinnerungen wecken oder dir in schweren Momenten Kraft schenken. Sie kann zu seinem persönlichen Anker werden, ein kleiner Halt inmitten der Trauer. Fazit Musik öffnet Türen zu unseren Gefühlen und manchmal auch Wege zur Heilung. Ob sanfte Klavierklänge, ein altes Liebeslied oder ein aktueller Song: Jede Melodie kann ein Stück Begleitung sein. Wenn du dir wünschst, in deiner Trauer nicht allein zu sein, melde dich gern bei mir. Ich begleite dich auf deinem Weg.
- Das Innere Team - Beispiele, Bedeutung und wie hilfreiches es im Coaching sein kann
Was ist das innere Team? Jeder kennt vielleicht das Beispiel mit dem Engelchen und Teuflchen, die auf jeder Schulter sitzen. Aber das innere Team ist so viel mehr. Es ist ein psychologisches Modell, das beschreibt wie unterschiedlich innere Anteile (auch "innere Stimmen" genannt) unser Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen. Jeder Mensch trägt diese Anteile in sich. Manche sind sehr präsent, andere melden sich nur zu bestimmten Situationen. Häufig steuern sie uns unbewusst, was zu inneren Konflikten oder auch widersprüchlichem Verhalten führen kann. Typische Mitglieder des Inneren Teams Der Antreiber Typischer Satz: "Du musst dich mehr anstrengen." Ziel: Leistung, Erfolg, Anerkennung Risiko: Dauerstress, fehlende Pausen Die Kritikerin Typischer Satz: "Das kannst du doch sowieso nicht." Ziel: Dich vor Fehlern und Zurückweisung schützen Risiko: Selbstzweifel, gehemmt handeln Der Perfektionist Typischer Satz: "Es muss perfekt sein, sonst zählt es nicht." Ziel: Qualität, Kontrolle Risiko: Aufschieben, Angst vor Fehlern, Ausbrennen Die Beschützerin Typischer Satz: "Bleib lieber in deiner Komfortzone." Ziel: Sicherheit, Stabilität Risiko: Stillstand, verpasste Chancen Der Abenteurer Typischer Satz: "Mach es einfach, egal was passiert." Ziel: Mut, Spontanität, Lebensfreude Risiko: Unüberlegte Entscheidungen, Waghalsigkeit Wie innere Stimmen dich unbewusst steuern Alle inneren Anteile haben eine positive Absicht: sie wollen dich schützen oder unterstützen. Doch wenn eine Stimme zu dominant wird oder andere unterdrückt, entsteht innere Unruhe oder eine Blockade. Das kann sich äußern als: Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen ständige Selbstkritik das Gefühl, innerlich zerrissen zu sein Stress oder Überforderung Warum es wichtig ist, das innere Team zu kennen Wenn du deine inneren Stimmen kennst, kannst du: bewusst wahrnehmen, wer gerade am Steuer ist entscheiden, welcher Stimme du gerade zuhören möchtest innere Konflikte schneller auflösen mehr Selbstvertrauen und Klarheit gewinnen Mit dem inneren Team im Coaching arbeiten Im Coaching biete ich dir einen geschützten Rahmen, um dein inneres Team kennenzulernen. Wir geben jedem Anteil Raum, hören zu, verstehen seine Absicht und bringen die Stimmen wieder in Balance. Das kann besonders hilfreich sein bei Selbstzweifeln oder innerer Zerrissenheit, bei Entscheidungsblockaden, Stress, Überforderung, Burnout oder bei Konflikten zwischen dem Kopf und dem Bauchgefühl. Oft reicht schon die Erkenntnis, welche Anteile gerade laut sind, um eine neue Handlungsfreiheit zu spüren. Fazit Das innere Team ist kein theoretisches Kontrukt aus einem Psychologiebuch. Es wirkt jeden Tag, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Wer seine inneren Anteile kennt und in Einklang bringt, kann Entscheidungen klarer treffen, Konflikte leichter lösen und sein Leben bewusster und zufriedener gestalten. Möchtest du herausfinden, welche inneren Stimmen bei dir am lautesten sind und wie du sie in Einklang bringst? Kontaktiere mich für ein unverbindliches Kennenlerngespräch.
- Warum die Woche Urlaub nicht gegen den Burnout reicht
Du bist müde. Erschöpft. Leer. Und endlich steht er vor der Tür – der lang ersehnte Urlaub. Eine oder zwei Wochen Auszeit vom Job, keine E-Mails, kein Druck, kein Funktionieren. Nur Ruhe. Endlich. Doch statt Erholung kommt der Zusammenbruch. Du schläfst zehn Stunden – und fühlst dich trotzdem gerädert. Du willst nur im Bett liegen, nichts hören, niemanden sehen. Und wenn der erste Arbeitstag wieder näher rückt, ist da kein Gefühl von Auftanken, sondern nur Panik, Überforderung oder völlige Gleichgültigkeit. Klingt vertraut? Dann ist es vielleicht kein „einfach nur erschöpft sein“ mehr – sondern ein tiefergehendes Warnsignal deines Systems. Vielleicht ein (beginnender) Burnout. Burnout ist mehr als Müdigkeit Ein Burnout entwickelt sich schleichend. Oft merken wir es erst, wenn wir längst über unsere Belastungsgrenze hinausgegangen sind. Zu den häufigsten Symptomen zählen: Emotionale Erschöpfung: Du fühlst dich innerlich ausgebrannt und leer. Selbst kleine Aufgaben kosten Überwindung. Schlafstörungen: Trotz starker Müdigkeit schläfst du schlecht – oder wälzt dich nachts grübelnd im Bett. Und bist am nächsten Morgen nicht ausgeruht. Konzentrationsprobleme: Du vergisst Dinge, bist unkonzentriert, machst mehr Fehler. Gefühllosigkeit oder Reizbarkeit: Du fühlst dich wie betäubt – oder bist gereizt, ohne zu wissen, warum. Körperliche Beschwerden: Rückenschmerzen, Herzrasen, Magenprobleme – oft ohne organische Ursache. Gefühl von Sinnlosigkeit: Was du tust, erscheint dir bedeutungslos. Du fragst dich: Wofür das alles? Warum Urlaub nicht ausreicht Wenn du monatelang (oder sogar jahrelang) über deine Grenzen gegangen bist, reicht ein Urlaub nicht aus, um wieder auf die Beine zu kommen. Burnout ist kein Erschöpfungszustand , der sich mit ein bisschen Schlaf und Nichtstun beheben lässt. Denn oft passiert in der einen Woche genau das Gegenteil: Sobald der Druck von außen wegfällt, kommt alles hoch, was du zuvor weggeschoben hast. Dein System fällt in eine Art Schockstarre. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein letzter Rettungsversuch deines Körpers , dich endlich zur Ruhe zu zwingen. Aber nur im Bett liegen hilft auch nicht So verständlich es ist, sich einfach nur verkriechen zu wollen – auf Dauer führt das nicht zur Heilung . Der Rückzug kann kurzfristig wichtig sein, um dich zu stabilisieren. Doch langfristig brauchst du: Strukturierte Erholung: Ein geregelter Tagesablauf mit Schlafenszeiten, kleinen Routinen und bewussten Ruheinseln. Bewegung: Kein exzessives Sportprogramm, aber leichte Bewegung an der frischen Luft – zum Beispiel Spaziergänge – bringt dein Nervensystem in Balance. Kontakt zu Menschen: Nicht zu vielen, nicht zu fordernd – aber zu Menschen, bei denen du dich sicher fühlst. Professionelle Begleitung: Burnout braucht mehr als Urlaub. Es braucht Raum zum Aufarbeiten, zum Umlernen, zum Heilen. Ein Coaching oder eine psychotherapeutische Begleitung kann hier wertvolle Unterstützung bieten. Fazit: Du bist nicht faul. Du bist erschöpft. Wenn du dich nicht mehr funktionstüchtig fühlst, liegt das nicht an mangelndem Willen. Sondern daran, dass du zu lange zu viel getragen hast. Burnout ist kein Zeichen von Schwäche – sondern von Dauerbelastung ohne ausreichenden Ausgleich . Gönn dir nicht nur eine Woche – sondern einen echten Blick auf das, was du brauchst. Und sei ehrlich mit dir: Nicht der nächste Urlaub heilt dich, sondern der Mut, hinzuschauen. Du brauchst Unterstützung beim Wiedereinstieg, beim Umgang mit Erschöpfung oder um überhaupt wieder ein Gespür für dich selbst zu bekommen? In meiner Praxis biete ich dir einen geschützten Raum, in dem du wieder bei dir ankommen darfst. Schreib mir gern, wenn du das Gefühl hast: Ich kann so nicht mehr weiter.
- Warum die Natur ein guter Ort für Trauer sein kann
Wenn wir einen geliebten Menschen verlieren, gerät unser inneres Gleichgewicht mächtig ins Wanken. Viele Menschen spüren sich in der Trauer überfordert, leer oder wie abgeschnitten vom Rest der Welt. In solchen Phasen kann es hilfreich sein, bewusst Zeit in der Natur zu verbringen. Nicht, weil dort "alles gut ist", sondern weil sie einen Raum bietet, in dem wir einfach sein dürfen, mit allem, was gerade bei uns los ist. Natur entlastet In der Natur müssen wir keine Rolle spielen. Es gibt keine Erwartungen oder Fragen wie: "Wie gehts dir denn?" - auf die wir oft selbst keine Antwort oder nicht wissen, wie ehrlich wir sein sollen. Zwischen Bäumen, an einem Fluß oder See dürfen alle Gefühle auftauchen, ohne dass sie analysiert oder kommentiert werden. Man kann nur schweigen. Oder schreien. Oder einfach nur gehen und atmen. Und manchmal verspürt man dabei ein kleines bisschen Entlastung für den Moment. Wasser hat eine beruhigende Wirkung - auch auf unsere Atmung Das gleichmäßige und unabänderliche Kommen und Gehen der Wellen oder das Plätschern eines Bachs kann uns helfen, den eigenen Atem zu regulieren. Gerade in Zeiten intensiver Trauer wird unser Nervensystem schnell unruhig: wir schlafen schlecht, atmen flach, fühlen uns unruhig oder wie betäubt. Mit den Füßen im Wasser zu stehen oder es einfach nur zu beobachten, kann uns dabei helfen wieder einen Rhythmus zu finden und sich so wenigstens für eine Weile wieder etwas mehr Zuhause im eigenen Körper zu fühlen. Die Stille der Natur ist nicht leer Für viele Trauernde wirkt die Stille zu Hause bedrückend. Draußen dagegen wirkt die Stille oft weniger belastend. Es ist gibt viele kleine Geräusche - Vogelstimmen, Wind in den Bäumen, entfernte Tierlaute, das Plätschern von Wasser - die uns daran erinnern, dass das Leben weitergeht, auch wenn wir gerade stillstehen. Diese sanften Geräusche helfen dabei, sich weniger isoliert zu fühlen, auch wenn dafür kein anderer Mensch in der Nähe ist. Bewegung kann helfen, wenn Worte zu viel sind Trauer lässt sich oft nur schwer in Worte fassen. Wenn wir stattdessen in Bewegung kommen - durch Spaziergehen, langsames Wandern durch den Wald oder einfach bewusstes Atmen im Freien - beginnt sich oft auch innerlich etwas zu bewegen. Nicht unbedingt schnell oder spürbar, aber doch auf eine Art, die wohltut. Es geht dabei nicht darum sich abzulenken, sondern eher darum der Trauer und allem was dazugehört Raum zu geben, ganz ohne Druck oder Ziel. Trauerspaziergänge - ein Angebot für alle, die lieber draußen reden oder schweigen Weil ich selbst die heilsame Wirkung der Natur immer wieder erlebe, biete ich in meiner Arbeit als Heilpraktikerin für Psychotherapie auch Trauerspaziergänge an. Das Angebot richtet sich an die Menschen, die sich mit ihrer Trauer in Bewegung begeben möchten, statt in einem geschlossenen Raum zu sitzen. Es geht darum, sich in der Natur langsam wieder zu spüren und einen geschützten Rahmen zu haben, in dem alles sein darf: Fragen, Tränen, Erinnerungen, Schmerz, Wut - oder einfach nur Stille. Wenn du das Gefühl hast, dass dir ein geschützter Rahmen in der Natur guttun würde, begleite ich dich gern bei einem persönlichen Trauerspaziergang. Das Gespräch findet im Gehen statt, mit oder ohne Worte, in deinem Tempo. Mögliche Treffpunkte sind in Berlin (Treptower Park oder Volkspark Friedrichshain) oder am wunderschönen Straussee. Die Termine stimme ich individuell mit dir ab. Melde dich gern, wenn du mehr darüber erfahren möchtest oder dir unsicher bist, ob das Angebot zu dir passt.
- Wenn alte Muster dein Leben bestimmen – und du spürst: So will ich nicht mehr leben
Kennst du das? Du nimmst dir fest vor, dich abzugrenzen.„Diesmal sage ich Nein.“ Doch kaum kommt die Situation, hörst du dich selbst „Ja“ sagen – und spürst dabei dennoch den inneren Widerstand. Oder du willst endlich gelassener werden. Nicht mehr bei jeder Kleinigkeit innerlich explodieren oder dich zurückziehen. Aber irgendetwas in dir reagiert schneller, als dein Verstand folgen kann. Manchmal willst du dich zeigen. Deinen Standpunkt vertreten. Einfach du selbst sein. Doch dann ist da diese leise, hartnäckige Stimme in dir:„Sei lieber vorsichtig. Mach dich nicht angreifbar. Bleib angepasst.“ All das sind keine persönlichen Schwächen. Es sind alte Muster. Frühe Prägungen. Schutzstrategien, die sich tief in uns eingegraben haben. Warum diese inneren Programme entstanden sind Viele dieser Muster sind in der Kindheit entstanden. Vielleicht gab es Situationen, in denen du lernen musstest, dass Anpassung sicherer ist als Widerstand. Dass es besser war, Gefühle zu unterdrücken, statt sie offen zu zeigen. Oder dass deine Bedürfnisse hinten anstehen mussten, um geliebt zu werden. Um zu überleben. Damals war das sinnvoll. Es hat dir geholfen, dich in deiner Welt zurechtzufinden. Aber heute? Heute bist du erwachsen. Und diese alten Programme stehen dir im Weg. Sie halten dich klein. Sie lassen dich zweifeln, obwohl du längst gewachsen bist. Sie sorgen dafür, dass du dich nicht frei fühlst – obwohl du es könntest. Veränderung ist möglich – wenn du hinschaust Der erste Schritt ist das Erkennen. Zu merken: Das bin nicht ich. Das ist ein Muster. Das schafft Raum – für neue Entscheidungen. Für echte Veränderung. Und ja, das braucht Zeit. Denn diese Prägungen sitzen tief. Sie sind mit Emotionen, Erinnerungen und Körpersignalen verbunden. Aber sie sind nicht in Stein gemeißelt. In meiner Praxis begleite ich Menschen dabei, diese Muster zu verstehen – mit Mitgefühl, Achtsamkeit und der Erlaubnis, nicht „funktionieren“ zu müssen. Sondern echt zu sein. Schritt für Schritt zurück zu sich selbst zu finden. Du darfst du selbst sein Wenn du spürst, dass du immer wieder gegen dich selbst arbeitest… Wenn du merkst, dass etwas in dir dich davon abhält, deinen eigenen Weg zu gehen… Dann darfst du genau da ansetzen. Denn du bist nicht falsch. Du bist geformt – und kannst dich neu formen. Wenn du dir dabei Begleitung wünschst: Melde dich bei mir oder buche direkt ein unverbindliches Erstgespräch.
- Trauer braucht Raum - und manchmal Begleitung von außen
Ein Herzensanliegen zum Geburtstag meines Vaters Am 21. Juni wäre mein Papa 72 Jahre alt geworden. Er ist leider schon vor einigen Jahren verstorben und doch spüre ich an solchen Tagen nochmal besonders deutlich, wie sehr er mir fehlt. Ich habe lange gebraucht, um zu begreifen, wie individuell, vielschichtig und vor allem wie tabuisiert Trauer in unserer Gesellschaft ist. Genau deshalb ist die Trauerbegleitung heute ein Herzensanliegen in meiner therapeutischen Arbeit. Was bedeutet Trauerbegleitung eigentlich? Trauerbegleitung heißt nicht, jemanden zu "trösten" oder ihm zu sagen, dass alles wieder gut wird. Es bedeutet, da zu sein. Einen geschützten Raum zu schaffen, in dem alle Gefühle erlaubt sind - Wut, Schuld, Sehnsucht, Leere, Ohnmacht sogar Erleichterung. Und ja, in einer Trauerbegleitung wird auch mal gelacht. Ich begleite Menschen in dieser oft sprachlosen und sehr schmerzhaften Zeit. Dabei geht es nicht darum, etwas unangenehmes "wegzumachen" oder gar zu therapieren - sondern darum, in einem achtsamen Prozess Halt zu geben. Denn Trauer will nicht gelöst, sondern gefühlt, gelebt werden. Warum kann Unterstützung von außen so wertvoll sein? In Momenten tiefster Trauer fühlen wir uns oft vollkommen allein, selbst wenn Familie oder Freunde da sind. Denn die Menschen aus dem engsten Umfeld trauern meist selbst. Oder sie möchten uns am liebsten schnell wieder "fröhlich" sehen, weil es ihnen selbst zu schwer fällt, den Schmerz auszuhalten. Eine außenstehende Person - wie ich es in der Person der Trauerbegleiterin bin - leidet nicht mit, aber fühlt mit. Ich biete Halt, ohne zu verurteilen. Ich höre zu, ohne zu bewerten. Ich bin da, ohne etwas zu erwarten. Diese Form der Unterstützung kann helfen, sich selbst wieder zu spüren, die eigenen Bedürfnisse wieder wahr zu nehmen und schrittweise in ein verändertes Leben hineinzuwachsen. Warum mir das Thema so am Herzen liegt Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie sehr ein Verlust alles erschüttern kann - ganz egal, ob plötzlich, nach langer Krankheit oder wenn man selbst die Entscheidung treffen muss, die lebenserhaltenden Maßnahmen zu beenden. Man ist nie wirklich darauf vorbereitet. Und ich weiß, wie der Körper reagiert, wenn wir versuchen, den Schmerz zu verdrängen. Wie still Trauer sein kann, oder wie laut. Ich habe selbst erlebt, was es heißt, zu funktionieren, obwohl innerlich alles ein schmerzhafter Wirbelsturm ist. Und ich weiß, wie viel es bedeutet, wenn jemand da ist. der einfach mitgeht - für einen Moment, ein paar Wochen, für so lange, wie es eben braucht. Trauer ist kein Zustand, den man "hinter sich bringt". Sie verändert sich, sie wird leiser, aber sie bleibt ein Teil von uns. Dass ich heute Menschen auf ihrem Trauerweg ein Stück weit begleiten darf, empfinde ich als Geschenk. Denn Trauer ist nichts Schlimmes oder ein Anzeichen von Schwäche. Trauer ist der Preis der Liebe. Nur deshalb tut es so weh. Und das darf es auch, unsere geliebten verstorbenen Menschen sind es wert, dass wir sie als Ausdruck unserer Liebe betrauern. Und das wiederum finde ich ziemlich schön.
- Du darfst die Erste sein, die Dinge anders macht
„Das war bei uns eben schon immer so.“ Ein Satz, der so harmlos klingt – und doch oft so viel Druck in sich trägt. Wir wachsen in familiären Systemen auf, in denen bestimmte Haltungen, Denkweisen und Verhaltensmuster ganz selbstverständlich sind. Nicht, weil sie unbedingt gut oder hilfreich sind. Sondern weil sie vertraut sind. Weil sie uns von klein auf begleiten. Weil wir nie etwas anderes kennengelernt haben. Und genau deshalb fällt es oft so schwer, sich von diesen Mustern zu lösen. Wenn Anpassung zur Gewohnheit wird Vielleicht kennst du das auch: In deiner Familie wird nicht über Gefühle gesprochen . Man funktioniert, reißt sich zusammen. Verletzlichkeit? Fehlanzeige. Probleme werden unter den Teppich gekehrt. Konflikte existieren nur, wenn sie sich nicht mehr vermeiden lassen. Hilfe anzunehmen wird als Schwäche betrachtet. Man klärt Dinge „selbst“ oder gar nicht. Oder es gibt unausgesprochene Regeln wie: „Was in der Familie passiert, bleibt in der Familie.“ – auch wenn es dich belastet. Diese Muster sind oft nicht „böse gemeint“. Sie sind das Ergebnis von Prägung, von Schutzmechanismen, von Erfahrungen, die Generationen vor uns gemacht haben. Aber das bedeutet nicht, dass sie auch heute noch gut für uns sind. Der stille Druck, „es genauso zu machen“ Viele von uns passen sich ein Leben lang an.Weil sie dazugehören wollen.Weil sie niemanden enttäuschen wollen.Weil sie glauben, dass es sich falsch anfühlt, Dinge zu hinterfragen, die „schon immer so waren“. Aber was, wenn dieses „So war es immer“ dir nicht guttut? Was, wenn du dich verbiegst, um Erwartungen zu erfüllen, die nie zu dir gepasst haben? Was, wenn du deine eigenen Bedürfnisse so lange hinten anstellst, bis du sie kaum noch spürst? Du darfst anders fühlen. Anders sprechen. Anders leben. Es braucht Mut, die Erste zu sein, die etwas anders macht. Die Erste, die ihre Gefühle ausspricht – auch wenn der Rest schweigt. Die Erste, die sich Hilfe holt – auch wenn andere es „nicht nachvollziehen können“. Die Erste, die Grenzen setzt , wo früher geschwiegen oder ertragen wurde. Die Erste, die sich erlaubt, anders mit sich selbst umzugehen – liebevoller, bewusster, freier. Und ja: Dieser Weg kann herausfordernd sein. Er kann Zweifel mit sich bringen. Schuldgefühle. Das Gefühl, „aus der Reihe zu tanzen“. Aber du brichst keine Familienbande. Du brichst ein Muster. Und machst damit vielleicht nicht nur dein Leben leichter, sondern öffnest auch neue Wege für die, die nach dir kommen. Veränderung beginnt leise – mit einem inneren Ja Du musst nicht alles auf einmal ändern.Es reicht, hinzuhören.Zu spüren, was dir guttut.Und den ersten Schritt in deine Richtung zu gehen. Du darfst die Erste sein. Du darfst es anders machen. Und du darfst dir auf diesem Weg Unterstützung holen. Ich begleite dich gern – mit Verständnis, Klarheit und einem Blick für deine Kraftquellen.
- Coaching oder Psychotherapie - Wann braucht man was?
In einer Zeit, in der mentale Gesundheit und persönliche Weiterentwicklung immer mehr in den Fokus rücken, fragen sich viele Menschen: Was passt besser zu mir bzw. meinem Anliegen - Coaching oder Psychotherapie? Beide Formen der Begleitung können wertvoll sein, aber sie setzen an unterschiedlichen Punkten an. Der wichtigste Unterschied: Gesundheit vs. Behandlungsbedürftigkeit Coaching und Psychotherapie unterscheiden sich in erster Linie darin, welche Themen behandelt werden - und in welchem Zustand du dich dabei befindest. Psychotherapie richtet sich an Menschen mit behandlungsbedürftigen psychischen Störungen und erfolgt in der Regel auf Grundlage einer Diagnose gemäß der internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD-10 bzw. ICD-11). In meiner Praxis begleite ich dich zum Beispiel bei: Erschöpfungssyndrom und Burnout Anpassungsstörungen nach belastenden Lebensereignissen (z. B. Trennungen, Jobverlust) Trauerreaktionen leichten depressiven Episoden Dabei arbeite ich als Heilpraktikerin für Psychotherapie mit individuell angepassten, ressourcenorientierten Methoden – z. B. aus der Gesprächspsychotherapie, Hypnose oder achtsamkeitsbasierten Verfahren. Ziel ist es, gemeinsam wieder mehr Stabilität, Selbstwirksamkeit und Lebensfreude zu finden. Coaching dagegen richtet sich an Menschen, die sich weiterentwickeln möchten , obwohl (oder gerade weil) sie merken, dass ihnen etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Im Coaching arbeite ich ebenfalls auf Grundlage einer fundierten Ausbildung – mit klarer Struktur, professionellen Methoden und einem geschützten Raum für Reflexion. Typische Anliegen im Coaching sind: berufliche oder persönliche Orientierung Stärkung des Selbstwertgefühls Verbesserung von Kommunikation und Abgrenzung das Bedürfnis, Stress besser zu bewältigen der Wunsch, alte Muster zu hinterfragen und neue Wege zu gehen Wichtig: Coaching kann auch eine präventive Funktion erfüllen – etwa wenn du merkst, dass du „eigentlich noch funktionierst“, aber innerlich längst nicht mehr in Balance bist. Gerade die Vorstufe eines Burnouts , erste Anzeichen von Überforderung oder das Gefühl, auf dem Weg in eine Krise zu sein, lassen sich im Coaching gut aufgreifen – bevor sich daraus eine behandlungsbedürftige Störung entwickelt. Woran erkenne ich, was ich brauche? Hier ein kleiner Überblick als Orientierung Wenn du... ...dann passt vermutlich eher dich im Alltag erschöpf fühlst, antriebslos bist und kaum noch Freude empfindest Psychotherapie unter einem Verlust leidest und das Gefühl hast, nicht mehr aus eigener Kraft herauszufinden Psychotherapie das Gefühl hast "eigentlich noch zu funktionieren", aber etwas in dir bereits rebelliert Coaching dich beruflich oder privat neu ausrichten möchtest Coaching bereits körperlich und seelisch erschöpft bist und keinen Ausweg mehr siehst Psychotherapie Natürlich gibt es Überschneidungen. Manchmal zeigt sich im Verlauf des Coachings, dass eine therapeutische Begleitung sinnvoller wäre - oder umgekehrt. In meiner Praxis klären wir das gemeinsam und in Ruhe. Der richtige Weg ist der, der zu dir und deinem Anliegen passt Wichtig ist nicht, ob du "krank genug" für eine Psychotherapie oder "stabil genug" für ein Coaching bist, sondern was du brauchst, um dich wieder mit dir selbst zu verbinden. Ob im Coaching oder in der Psychotherapie: ich biete dir einen geschützten Raum, um hinzuschauen, Klarheit zu gewinnen und neue Wege zu gehen. Wenn du dir unsicher bist, was für dich passt, finden wir das gemeinsam heraus - in einem unverbindlichen Vorgespräch. Du möchtest ins Gespräch kommen? Dann schreib mir gern oder vereinbare über Doctolib ein kostenfreies Erstgespräch. Manchmal beginnt Veränderung genau mit dieser einen Entscheidung: Mir geht es so, wie es mir gerade geht - und das darf sein. Aber es wird Zeit, etwas zu verändern.
- Wenn Selbstoptimierung zur Belastung wird - die Schattenseiten von positiver Psychologie
„Du musst nur das Beste aus dir machen.“ „Denk positiv!“ „Mit der richtigen Morgenroutine wirst du zur Superfrau.“ Sätze wie diese begegnen mir ständig – auf Social Media, in Podcasts, in Ratgebern. Vor allem Frauen, und ganz besonders Mütter, stehen unter enormem Druck, ihr Leben nicht nur zu meistern, sondern es gleich noch in ein Hochglanzformat zu bringen. Da ist zum Beispiel die „Working Mum“, die um 4 Uhr morgens aufsteht, um erst einmal Sport zu machen, zu meditieren, ein paar Seiten zu journaln. Dann weckt sie liebevoll ihre Kinder, bereitet ein gesundes Frühstück zu, bringt sie in Schule oder Kita, geht selbst zur Arbeit, hat Meetings, Projekte, Deadlines – natürlich immer perfekt gestylt, top organisiert und voller Energie. Nachmittags ein Spaziergang zur Erdung, abends ein Networking-Event, danach bringt sie die Kinder ins Bett und macht sich noch eine Gesichtsmaske gegen die ersten Fältchen. Und das alles? Sieht auf Instagram verdammt leicht aus. Aber ist das noch gesund? Wenn „Positiv denken“ toxisch wird Die positive Psychologie hat viel Gutes hervorgebracht. Sie zeigt uns, wie wichtig Dankbarkeit, Hoffnung und Zuversicht für unser Wohlbefinden sind. Doch wenn aus „ Ich bin dankbar“ ein „Ich darf mich nicht beschweren“ wird, wenn aus „Ich will mich weiterentwickeln“ ein „Ich bin nicht genug“ wird – dann kippt etwas. Und das passiert heute schneller, als vielen bewusst ist. Denn wir vergleichen uns ständig. Mit der Kollegin, die scheinbar immer alles im Griff hat. Mit der Freundin, deren Morgenroutine wie aus dem Achtsamkeits-Bilderbuch wirkt. Mit Influencerinnen, die nicht nur Kinder, Job und Beziehung managen, sondern dabei auch noch entspannt und durchtrainiert aussehen. Die Kehrseite der Medaille Was in der Welt der Selbstoptimierung oft übersehen wird: Wir sind keine Maschinen. Wir haben Grenzen, Bedürfnisse, Tiefpunkte. Und wir brauchen sie auch – denn Wachstum geschieht nicht nur im Licht, sondern auch im Schatten. Wenn wir uns selbst keine Pause erlauben, weil wir glauben, immer noch ein bisschen besser, effizienter, strukturierter sein zu müssen, verlieren wir das Wichtigste aus dem Blick: uns selbst. Was stattdessen hilft Vielleicht beginnt ein gesunder Umgang mit sich selbst nicht mit dem nächsten Produktivitätstool, sondern mit einem ehrlichen Blick nach innen. Mit der Frage: Was tut mir wirklich gut – jenseits von Likes, Routinen und To-do-Listen? Vielleicht braucht es nicht mehr Disziplin, sondern mehr Mitgefühl. Nicht mehr „höher, schneller, weiter“, sondern „genug“. Und vielleicht dürfen wir uns genau das auch erlauben: Genug zu sein. Auch mal nichts zu posten. Auch mal nicht produktiv zu sein. Auch mal zu sagen: Heute nicht. Mein Angebot In meiner Praxis in Berlin-Friedrichshain begleite ich Menschen, die sich nach Entlastung, innerer Ruhe und mehr Selbstakzeptanz sehnen. Menschen, die erschöpft sind vom ständigen Vergleich, vom Druck, alles richtig zu machen, und vom Gefühl, dennoch nie genug zu sein. Wenn du das Gefühl hast, dich in diesem Text wiederzuerkennen, melde dich gern bei mir. Du musst da nicht allein durch.
- Körper und Seele gehören zusammen - warum eine ganzheitliche Betrachtung so wichtig ist
In meiner Arbeit als Coach und Heilpraktikerin für Psychotherapie begegne ich immer wieder Menschen, die auf der Suche nach Entlastung, Klarheit oder Heilung sind - und die oft schon einen langen Weg hinter sich haben. Gespräche, Diagnosen, vielleicht auch Medikamente. Aber manchmal bleibt das Gefühl: Irgendetwas fehlt noch. Genau hier setzt der ganzheitliche Blick an. Denn psychisches Wohlbefinden lässt sich nicht isoliert betrachten. Unsere Seele lebt nicht losgelöst vom Körper - im Gegenteil. Sie ist tief mit ihm verwoben. Körperliche Ursachen psychischer Symptome Viele psychische Beschwerden haben auch eine körperliche Komponente - manchmal sogar eine körperliche Ursache. Ein klassisches Beispiel ist die Schilddrüse. Eine Unterfunktion kann sich durch depressive Verstimmungen, Antriebslosigkeit und innere Leere zeigen. Eine Überfunktion hingegen äußert sich oft in Nervosität, Reizbarkeit oder Schlafproblemen - Symptome, die mit einer ernsthaften psychischen Störung verwechselt werden können. Auch Nährstoffmangel spielt eine Rolle Ein Mangel an Vitamin D wird inzwischen nicht nur mit depressiven Verstimmungen, sondern auch mit Angstzuständen und chronischer Erschöpfung in Verbindung gebracht. Ähnliches gilt für Vitamin B12, das für unser Nervensystem essenziell ist. Oder Omega-3-Fettsäuren, die eine stabilisierende Wirkung auf unsere Stimmung haben können. Deshalb kommt es gar nicht so selten vor, dass ich Klient:innen mit psychischen Beschwerden zunächst bitte, bestimmte körperliche Ursachen beim Hausarzt oder einer Fachärztin abklären zu lassen - zum Beispiel durch eine Blutuntersuchung. Denn nur wenn wir die körperlichen Faktoren kennen und mit einbeziehen, können wir gemeinsam die richtigen Weg finden. Schlaf - die unterschätzte Kraftquelle Ein weiterer Punkt, der häufig unterschätzt wird, ist der Schlaf. Zu wenig oder schlechter Schlaf macht uns dünnhäutiger und emotional anfälliger. Die Reizschwelle sinkt, das Gedankenkarussell dreht sich schneller und unser Nervensystem kommt kaum noch zur Ruhe. Chronischer Schlafmangel kann depressive und ängstliche Symptome verstärken - oder sie überhaupt erst entstehen lassen. Gerade in unserer leistungsorientierten Gesellschaft wird Schlaf oft hinten angestellt. Dabei ist er keine Schwäche oder unproduktive Zeitverschwendung, sondern eine unserer wichtigsten Ressourcen. Ernährung, Bewegung, Tagesstruktur Auch die Ernährung, Bewegung im Alltag und eine gewisse Tagesstruktur haben einen größeren Einfluss auf unser psychisches Wohlbefinden, als viele denken. Wer seinen Körper mit wertvollen Nährstoffen versorgt, regelmäßige Bewegung integriert und für kleine Rituale im Alltag sorgt, schafft eine stabile Basis - auch für die Psyche. Der Mensch als Ganzes Ein ganzheitlicher Ansatz bedeutet nicht, psychische Beschwerden zu bagatellisieren oder allein auf Ernährung zu setzen. Aber es heißt: Wir schauen auf alle Ebenen. Körperlich. Emotional. Geistig. Sozial. Denn nur wenn wir alle Puzzleteile als Ganzes sehen, können wir verstehen, was jemand braucht. Manchmal braucht es eine Gespräch. Manchmal eine Blutuntersuchung. Und manchmal einfach Mitgefühl - für sich selbst, für den eigenen Weg und dafür, dass alles zusammenhängt.
- Warum wir manchmal einfach nicht anders reagieren können – und wie wir sanfter mit uns selbst umgehen
Kennst du das?Du bist in einer Situation, in der du dir wünschst, ruhig und souverän zu reagieren – aber stattdessen wirst du plötzlich wütend, willst weglaufen oder bist wie gelähmt. Vielleicht ärgerst du dich später über dich selbst und fragst dich: "Warum habe ich bloß so reagiert?" Hier kann uns die Polyvagal-Theorie helfen, unsere Reaktionen besser zu verstehen – und mit mehr Mitgefühl auf uns selbst zu schauen. Was ist die Polyvagal-Theorie? Die Polyvagal-Theorie wurde von dem Wissenschaftler Stephen Porges entwickelt. Sie beschreibt, wie unser autonomes Nervensystem (das ganz automatisch im Hintergrund arbeitet) auf Stress und Gefahr reagiert. Dabei gibt es drei Hauptreaktionen: Fight (Kampf): Wir gehen in den Angriff, werden wütend oder streitlustig. Flight (Flucht): Wir wollen weglaufen, uns aus der Situation zurückziehen oder fühlen uns innerlich unruhig. Freeze (Erstarrung): Wir fühlen uns wie gelähmt, können kaum denken oder handeln und ziehen uns emotional zurück. Diese Reaktionen sind keine bewussten Entscheidungen. Sie sind tief in unserem Nervensystem verankerte Überlebensmechanismen, die uns in gefährlichen Situationen schützen sollen – ob wir es nun gerade wollen oder nicht. Warum reagiere ich manchmal "über"? Unser Nervensystem kann manchmal schon auf kleine, scheinbar harmlose Auslöser reagieren, weil es alte Erfahrungen oder Stress gespeichert hat. Vielleicht erinnert dich der laute Ton der Kollegin an eine frühere, unangenehme Erfahrung. Oder ein stressiger Moment ruft eine alte Angst in dir hervor, ohne dass du es bewusst merkst. Wichtig zu wissen: Diese Schutzreaktionen werden von einem sehr alten Teil unseres Gehirns gesteuert – dem sogenannten Reptiliengehirn. Es ist einer der ältesten Bereiche unseres Gehirns und zuständig für grundlegende Überlebensfunktionen wie Kampf, Flucht oder Erstarrung.Weil diese Reaktionen so tief verankert sind, ist es extrem schwer, bewusst gegenzusteuern – sie passieren blitzschnell und automatisch, lange bevor unser "denkendes" Gehirn überhaupt die Chance hat, die Lage rational zu bewerten. Beispiele aus dem Alltag: Du stehst im Supermarkt an der Kasse, es ist voll, jemand drängelt sich vor – und du spürst eine Welle von Wut (Fight). Im Meeting stellt dein Chef dir eine kritische Frage – und du willst am liebsten sofort den Raum verlassen (Flight). Jemand spricht dich auf der Straße unerwartet an, und du bist plötzlich wie erstarrt, unfähig zu reagieren (Freeze). Keine dieser Reaktionen ist "falsch" oder "peinlich". Dein Körper versucht einfach, dich zu schützen – so, wie er es evolutionär gelernt hat. Was hilft? Der erste und wichtigste Schritt ist Verständnis und Mitgefühl für dich selbst: Erkenne an, dass deine Reaktion Sinn ergibt – auch wenn sie vielleicht nicht "perfekt" war. Nimm deine Gefühle wahr, ohne sie zu bewerten ("Aha, mein Körper fühlt sich gerade bedroht, deshalb reagiert er so."). Übe dich in Selbstfreundlichkeit: Was würdest du einem guten Freund oder einer guten Freundin sagen, die sich so fühlt? Sag genau das auch zu dir selbst. Ein kleiner Impuls, der helfen kann: "Es ist okay, dass ich gerade so reagiere. Mein Körper will mich beschützen. Ich darf mir Zeit geben, mich wieder sicher zu fühlen." Je öfter du dir diese liebevolle Haltung erlaubst, desto mehr stärkst du auch langfristig deine innere Sicherheit – und damit auch die Fähigkeit, in schwierigen Situationen flexibler und ruhiger zu bleiben. Und wenn du dir auf deinem Weg Unterstützung wünschst, bin ich als Heilpraktikerin für Psychotherapie und Coach gerne an deiner Seite. Gemeinsam können wir herausfinden, wie du deine inneren Schutzmuster besser verstehst, stärkst und neue Wege für mehr Sicherheit und Selbstmitgefühl entwickelst.











